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Qivalis: Euro-Stablecoin von 37 Banken erhält Lizenz

Der Euro-Stablecoin der europäischen Großbanken nimmt eine wichtige Hürde. Die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) hat das Amsterdamer Unternehmen Qivalis als E-Geld-Institut zugelassen, wie Qivalis am Mittwoch mitteilte. Damit darf es E-Geld-Token in Euro nach der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) ausgeben. Hinter Qivalis stehen 37 Banken aus 15 Ländern, darunter fünf aus Deutschland und Österreich.

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Qivalis: Euro-Stablecoin von 37 Banken erhält Lizenz

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die niederländische Zentralbank DNB hat Qivalis als E-Geld-Institut zugelassen; das Unternehmen gehört 37 europäischen Banken und will einen Euro-Stablecoin nach MiCA ausgeben.
  • Zu den Eigentümern zählen Dekabank, DZ Bank und Helaba aus Deutschland sowie Raiffeisen Bank International und Erste Group aus Österreich.
  • Ausgegeben werden soll der Token in den kommenden Monaten; vorher muss Qivalis ein Whitepaper veröffentlichen und das Angebot 40 Arbeitstage im Voraus anmelden.

Start in den kommenden Monaten

Mit der Zulassung sei eine entscheidende Voraussetzung erfüllt, die Ausgabe solle in den kommenden Monaten beginnen, teilte Qivalis mit. Einen Termin nennt das Unternehmen nicht. Vorher muss es ein Whitepaper veröffentlichen. Die MiCA-Verordnung verlangt zudem, dass Emittenten von E-Geld-Token ein öffentliches Angebot mindestens 40 Arbeitstage im Voraus bei ihrer Aufsicht anmelden. Das Whitepaper selbst muss 20 Arbeitstage vor der Veröffentlichung vorliegen, eine Genehmigung braucht es nicht.

Verkaufen will Qivalis den Token nicht direkt an Privatkunden, sondern über Banken, Kryptobörsen, Zahlungsdienstleister und andere Finanzmarktteilnehmer. Als E-Geld-Token muss er jederzeit zum Nennwert in Euro zurückgetauscht werden können, Zinsen darf Qivalis darauf nicht zahlen. Geführt wird das Unternehmen von Jan-Oliver Sell, den Aufsichtsrat leitet Howard Davies, früherer Chef der britischen Finanzaufsicht FSA. „Europas Währung verdient Europas Regeln, auch on-chain“, sagte Sell.

Fünf Banken aus Deutschland und Österreich

Qivalis wurde im September 2025 von zwölf Banken gegründet, darunter ING, Unicredit und BNP Paribas. Aus Deutschland waren Dekabank und DZ Bank dabei, aus Österreich Raiffeisen Bank International. Im Mai kamen 25 weitere Institute hinzu, unter ihnen die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die österreichische Erste Group.

Euro-Stablecoins sind noch eine Nische

Der Markt, in den Qivalis einsteigt, ist klein. Alle Euro-Stablecoins zusammen kommen nach Daten von Defillama auf rund 831 Millionen Euro. Größter Anbieter ist Circle mit EURC und rund 492 Millionen Token. Stablecoins in US-Dollar sind mit rund 307 Milliarden Dollar um ein Vielfaches größer, der Euro-Anteil liegt bei etwa 0,3 Prozent.

Circles Dollar-Stablecoin USDC hatte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA erst am Mittwoch als ersten E-Geld-Token in der EU als signifikant eingestuft. Qivalis will mit einem Euro-Token unter europäischer Aufsicht dagegenhalten.